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rund um Peru


Peru

Peru (spanisch República del Perú, amtlich Republik Peru) ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik.

Den Namen Peru erhielt das Land erst von den spanischen Eroberern. Seine Herkunft ist nicht endgültig geklärt: Teilweise wird er auf einen gleichnamigen Indianerhäuptling im Gebiet des Isthmus von Darién zurückgeführt, von dem die Spanier zum ersten Mal von einem sagenhaften Goldland im Süden erfuhren. Eine andere Theorie erklärt den Namen als Umformung aus dem Wort pelu, das in der Sprache der in Kolumbien lebenden Chibcha „Wasser“ bedeutet.

peru_map_01.jpgGeografie
Peru grenzt im Norden an Ecuador mit (1.420 Km) und Kolumbien mit (1.626 Km), im Osten an Brasilien mit (2.995 Km), im Südosten an Bolivien mit (900 Km), im Süden an Chile mit (160 Km) und im Westen an den Pazifik. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 7.101 Kilometer.

Klima, Wetter und beste Reisezeit
Peru gliedert sich im Wesentlichen in drei Klimazonen: Küstenregion, Gebirgsregion der Anden und die tropische Amazonasregion. Jede Region besitzt ihre eigenen klimatischen Bedingungen, so kann man nur bedingt die beste Reisezeit bestimmen. Allgemein gesehen ist die Trockenzeit von April bis Mitte-November.

Wegen des kalten Humboldstromes und der Anden im Osten ist die mittlere und südliche Wüstenküste von Peru, in der es kaum regnet, sehr karg. Im Norden macht sich El Nino mit einigen Regenfällen und Temperaturen bis 35°C in den "Sommermonaten", zwischen Mitte-Dezember und Februar, bemerkbar. In der Umgebung von Lima und südlich der Stadt klettert das Thermometer nur selten über 30°C. Im peruanischen "Winter" der Mitte-Mai bis Anfang-Oktober kann es in Lima, bei 15-20°C, schon etwas neblig werden.

In der Andenregion findet man ein völlig anderes Klima. Hier sind die Monate Mitte-März bis Mitte-November die besten Reisemonate. Während es tagsüber meist um die 20°C ist, kann es nachts bis 0°C ausschlagen. In den Bergen regent es nie durchgehend, wie es der Fall in Westeuropa ist. In der Andenregion, in der sogenannten Regensaison, Dezember bis Februar, ergeben sich kurze Platzregen mit folgender starken Sonne; ein buntes Schauspiel zwischen Sonne und Regen. Die Schneefallgrenze liegt meistens bei 5.000 m.  Im Amazonasbecken kann es immer regnen, jedoch ist die beste Reisezeit im peruanischen Winter, während der Monate April bis Ende-November.

Die beste Reisezeit für eine Reise nach Peru?
Es gibt kaum eine Zeitperiode zu der es überall in Peru das optimale Wetter für eine Perurundreise gibt. Man wird schon einen Kompromiß eingehen müssen. Meistens ist die Andenregion das Hauptziel der Urlaubsreise, so bieten sich die Zeitspanne, März – November, bestens an. Allerbesten Monate: April/Mai und Oktober/November.

Landschaftszonen
Peru mit den drei unterschiedlichen Klimaregionen:

  • Costa (Küste) – ca. 11 % der Staatsfläche
  • Sierra (Anden, Hochland) – ca. 15 %
  • Selva (Regenwald) und Montaña (Nebelwald) – ca. 64 %

Costa

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c7/Ica_dunes.JPG/180px-Ica_dunes.JPGIca in der peruanischen Costa

Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist weitgehend eine Küstenwüste, in der nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse in Flussoasen Landwirtschaft möglich ist. Im Süden Perus an der Grenze zu Chile beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacama-
Wüste. Im südlichen Bereich der Costa bis zur Hauptstadt Lima, die ungefähr auf der Hälfte des Küstenstreifens liegt, sind Regenfälle im gesamten Jahresverlauf sehr selten.

Nördlich der Hauptstadt Lima nehmen Bodenqualität und Regenfall etwas zu, so dass Landwirtschaft dort auch außerhalb der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 °C im Winter und 35 °C im Sommer.

Größere Städte an der Küste nebst Lima sind (eine Auswahl, von Norden nach Süden): Tumbes, Sullana, Piura, Chiclayo, Trujillo, Chimbote, Huaral, Pisco, Ica, Nazca.

Sierra

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/05/Sierra02a.jpg/180px-Sierra02a.jpgSierra bei Cuzco

Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern unterbrochen werden. Typisch für die gesamte Andenregion sind dazu tief eingeschnittene Täler und Durchbrüche der Gebirgsketten durch große Flüsse, an der West- und Ostseite der Kordillere.

Die mittlere Jahrestemperatur in 3.300 m Höhe liegt bei 11 °C. Mitunter sind in der eher niederschlagsarmen Region heftige Regenfälle von Oktober bis April zu erwarten. Größere Städte in dieser Region sind (eine Auswahl, von Norden nach Süden): Cajamarca, Huaraz, Cerro de Pasco, Huancayo, Ayacucho, Cuzco, Puno, Arequipa.

In der Nähe Cuzcos liegt auch die Inka-Ruinenstadt Machu Picchu.




Selva

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/5/5e/P_maldonado.jpg/180px-P_maldonado.jpgSelva bei Puerto Maldonado

Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion („Selva“). Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt, in dem ein milderes Klima herrscht.
In der durch Tageszeitenklima bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26 °C und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3.800 mm. Dort entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas, der durch das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt.

Der peruanische Regenwald ist dicht und fast undurchdringlich. Die Flüsse, die von den Ketten der Anden in weiten Flussschlingen zum Amazonas strömen, sind die einzigen Verkehrsadern durch die weiten Waldgebiete.

Die einzigen größeren und auch für den Tourismus wichtigen Städte in dieser Region sind Iquitos und Puerto Maldonado. Iquitos ist von Lima aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot. Puerto Maldonado kann per Boot oder Flugzeug  sowie von Cuzco aus erreicht werden. Weitere größere Städte in dieser Region sind (eine Auswahl, von Norden nach Süden) Tarapoto, Tingo María und Pucallpa. Bedeutend ist das größte Naturschutzgebiet Perus Pacaya-Samiria.

Gewässer

Wichtigste Flüsse in Peru sind der Amazonas und seine Quellflüsse Río Apurímac, Río Urubamba, Río Ucayali und Río Marañón, außerdem die Amazonas-Nebenflüsse Napo, Putumayo und Huallaga.

Die größten und wichtigsten Seen Perus sind der Titicaca-See und der Lago Junín zwischen den Andenketten.

Flora und Fauna

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bd/Kantutas_Cuzco.jpg/180px-Kantutas_Cuzco.jpgDie Flora Perus ist sehr abwechslungsreich und vielfältig. In den trockenen und sandigen Küstenebenen wachsen nur wenige Gräser und Sträucher. In den Regenwaldregionen findet man hingegen eine große Fülle an Pflanzen. Vertreter dieser Vegetationen sind unter anderem Kautschuk- und Mahagonibäume und Vanillepflanzen. Im Hochgebirge liegt auf Grund der natürlichen Bedingungen nur eine spärliche Pflanzenvielfalt vor. Hier wachsen hauptsächlich Trockenpflanzen, wie etwa Kakteen und Mesquiten.
Perus „Nationalpflanze“ ist die Cantua, ein zwei bis drei Meter hoher Strauch mit langen, glockenförmigen Blüten aus der Familie der Sperrkrautgewächse, der in 1200 bis 3800 Meter Höhe wächst.

Ebenso wie die Flora hat auch die Tierwelt Perus eine große Vielfalt zu bieten. In der Küstenebene und auf den Küsten vorgelagerten Inseln leben Möwen und Seeschwalben, Eidechsen, Skorpione, Robben und Pinguine. In den peruanischen Küstengewässern findet man unter anderem Sardinen, Hummer und Makrelen. Tiere der fruchtbareren Regionen im Osten sind beispielsweise Gürteltiere, Alligatoren, Jaguare, Pumas, Papageien und Flamingos. In der Gebirgsregion leben die höckerlosen Kamele wie z.B. das Lama und Alpaka. Das Nationaltier Perus, den roten Felsenhahn findet man im Manu-Nationalpark.
Peru gilt als das Land mit der größten Diversität an Vögeln weltweit. Über 1800 Arten (mehr als in Europa + Nordamerika) sind in Peru heimisch. In allen Teilen Perus ist die Vogelfauna sehr vielfältig. Selbst in der Millionenstadt Lima werden Perutauben und Morgenammern gesichtet. In den Salzseen des Südens und an der Bolivianischen Grenze kommen verschiedene Arten von Flamingos vor. Im Hochland leben verschiedene Ibisarten, Uferwippern, sowie Andengänse, Andenspechte, Andenzeisige und Andenschwalben. Diverse Arten Kollibris kommen bis hinauf an den Titikaka-See und desen Inseln vor.

Sprachen

Die am meisten verbreitete Sprache ist Spanisch, das von ca. 80% der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen wird, außerdem sind indigene Sprachen verbreitet, von welchen das Quechua und das Aymara die verbreitesten Sprachen sind.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/eb/Perou-Lima_9906a.jpg/180px-Perou-Lima_9906a.jpg












Städte

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a9/Lima_Cathedral.jpg/180px-Lima_Cathedral.jpg
Kathedrale von Lima bei Nacht



Die größten Städte sind Lima (7.363.069 Einw.), Trujillo (861.044), Arequipa (860.000), Callao (824.329), Chiclayo (634.600) und Iquitos (400.000).





http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/32/Ayacucho_marketwoman.JPG/180px-Ayacucho_marketwoman.JPG http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/d/de/Orangenverk%C3%A4ufer.JPG/180px-Orangenverk%C3%A4ufer.JPG

Tourismus

Im Jahre 2009 ist die Anzahl der Touristen trotz der Wirtschaftskrise um 4 % gestiegen (2.023.967 ausländische Touristen). Für 2010 werden 10 % mehr Touristen erwartet.

Ökotourismus bietet sich an, da es viel unberührte Natur gibt, vor allem im Regenwald im Osten des Landes. Die Anden bieten Wanderungen bei Huaraz und Cuzco sowie Machu Picchu, eine der beliebtesten archäologischen Stätten Südamerikas. Auch der Titicacasee ist ein touristisches Highlight.

Infrastruktur

Das Land ist mit einem dichten Straßennetz gut erschlossen. Die wichtigsten Verkehrswege für das Land sind die Panamericana. Der wichtigste internationale Flughafen von Peru befindet sich in Callao bei Lima. Außerdem gibt es noch eine Reihe kleiner Flughäfen für den Inlandsverkehr.

Eisenbahn

Peru besitzt knapp 2300 km Eisenbahnstrecke und 72.900 km Straßen. Eine der bekanntesten Bahnstrecken Perus ist die Strecke der Andenbahn ins Urubamba-Tal nach Machu Picchu.

Musik

Musik ist ein wichtiger Bestandteil der peruanischen Kultur. Die Quena (auch Andenflöte genannt), die Panflöte der Cajón und die klassische Gitarre sind weit verbreitet.

Kulinarisches

Die geografischen Unterschiede zwischen Küste, Hochland und Regenwald und die damit verbundenen Ernährungstraditionen der vorkolumbischen Bewohner Perus verbinden sich mit der zum Teil arabisch beeinflussten Küche der spanischen Eroberer. In der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entstand durch chinesische Migranten eine peruanisch-chinesische Küche (Chifa). Durch schwarze Sklaven wurden auch afrikanische Elemente in die peruanische Küche eingebracht.

Typische Gerichte sind:

  • Ceviche (Eine Art Geschnetzeltes aus frischem rohen Fisch oder Meeresfrüchten, seltener auch Fleisch, das in Limonensaft mariniert und mit ebenfalls sauer marinierten Zwiebeln serviert wird)
  • Anticucho (am Spieß gegrilltes Rinderherz)
  • Papa a la huancaina (Kartoffelstücke mit einer scharfen Käsesoße)
  • Pachamanca (Quechua für „Erdtopf“, in Erdgruben zubereitetes Fleisch und Gemüse)
  • Cuy chactado (gebratenes Meerschweinchen)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f2/Pisco.JPG/180px-Pisco.JPGMan verwendet gern Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch (Hühner-, Rind-, Schweine-, auch Meerschweinchen (Cuy)), Reis und verschiedene Sorten Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais, Yuca, Kochbananen. Spezielle Gewürze sind Koriander, vor allem Korianderblätter, Safran, Kreuzkümmel und Aji.

Das bekannteste alkoholische Getränk Perus ist der Pisco, ein Branntwein, der u. a. Bestandteil von Pisco Sour (Cocktail aus Limonensaft, aufgeschäumtem Eiweiß, mit einigen Tropfen Angostura und etwas Zimt) und Perú Libre (Longdrink aus Pisco und Cola). Weitere in Peru sehr beliebte Getränke sind die Chicha (eine Art Bier auf der Basis von Mais), Chicha Morada (alkoholfreies Getränk aus violettem Mais, gewürzt mit Zimt) und Inca Kola (knallgelbe Limonade).


 

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